Stettbeck, 07.07.2026

Am frühen Samstagabend den 05.07.2026 wurde die Feuerwehr Stettbeck gemeinsam mit zahlreichen Kräften des Rettungsdienstes und der Polizei zu einem Brandeinsatz mit dem Stichwort FEU2 alarmiert.

 

Gegen 21:40 Uhr bestätigte sich an der Einsatzstelle eine komplexe Lage mit zwei voneinander getrennten Brandherden, die ein koordiniertes Vorgehen der Einsatzkräfte erforderlich machte. Bereits beim Eintreffen der weiteren Kräfte befanden sich mehrere Trupps unter Atemschutz im Löschangriff.

 

Zwei C-Rohre sowie ein Tanklöschfahrzeug waren bereits im Einsatz und verhinderten eine weitere Ausbreitung der Flammen. Aufgrund der dynamischen Lage entschied sich die Einsatzleitung frühzeitig dazu, die Einsatzstelle in mehrere Einsatzabschnitte zu gliedern. Die Technische Einsatzleitung (TEL) übernahm die übergeordnete Koordination aller Maßnahmen.

Unter der Leitung von Jan Bielefeld wurden die Einsätze in den Abschnitten Nord und Süd parallel geführt.

 

Ziel war es, beide Brandherde gleichzeitig zu bekämpfen und die umfangreichen Kräfte effizient einzusetzen.

Im weiteren Einsatzverlauf wurden zusätzliche Fahrzeuge und Spezialkomponenten nachalarmiert, um ausreichend Personal sowie Löschwasserreserven sicherzustellen.

 

Durch das koordinierte Vorgehen der Einsatzkräfte konnten insbesondere im südlichen Einsatzabschnitt bereits nach kurzer Zeit deutliche Löscherfolge erzielt werden. Dennoch erforderte die starke Rauchentwicklung einen kontinuierlichen Wechsel der eingesetzten Atemschutztrupps. Während des Einsatzes wurde zudem ein verletzter Polizeibeamter gemeldet, der umgehend durch den Rettungsdienst versorgt und anschließend der weiteren medizinischen Betreuung zugeführt wurde.

Mit zunehmender Einsatzdauer rückte auch die Einsatzstellenhygiene in den Fokus. Zur Unterstützung wurden ein Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter Atemschutz sowie die Einheit Dekon-P nachalarmiert. Zusätzlich richtete die Einsatzleitung einen eigenen Einsatzabschnitt „Hygiene“ ein.

 

Dort konnten eingesetzte Atemschutzgeräteträger ihre kontaminierte Schutzausrüstung geordnet ablegen, neue Ausrüstung aufnehmen und die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen durchführen. Nachdem aus beiden Einsatzabschnitten die Meldung „Feuer unter Kontrolle“ eingegangen war, konzentrierten sich die Einsatzkräfte auf umfangreiche Nachlöscharbeiten und die Kontrolle möglicher Glutnester. Im weiteren Verlauf konnte schließlich „Feuer aus“ gemeldet werden. Während der Abschlussmaßnahmen wurde zudem ein Flugschreiber geborgen und den zuständigen Behörden übergeben.

 

Nach Abschluss aller Lösch-, Kontroll- und Hygienemaßnahmen wurden die eingesetzten Kräfte schrittweise aus dem Einsatz herausgelöst. Sämtliche Einsatzkräfte durchliefen vor dem Verlassen der Einsatzstelle den eingerichteten Hygienebereich.

Der Einsatz konnte gegen 23:22 Uhr erfolgreich beendet werden. Die Einsatzstelle wurde anschließend an die zuständigen Behörden übergeben.

 

Der Einsatz verdeutlicht eindrucksvoll die Bedeutung einer leistungsfähigen Technischen Einsatzleitung sowie der engen Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen. Durch das schnelle, koordinierte Handeln der Einsatzkräfte konnte eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindert und die Lage erfolgreich bewältigt werden.

Ein Beitrag von:
Oliver Clark | Pressesprecher

Fragen an die Presse der Berufsfeuerwehr Stettbeck:

Peter Luft | Pressesprecher der Feuerwehr Stettbeck